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Brauchen wir eine Radioquote?

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Brauchen wir eine Radioquote?Diskutiert wird bereits seit den 90er Jahren – über die Einführung einer Radioquote in Deutschland. Eine Einigung ist bisher allerdings noch nicht abzusehen. Was genau dahinter steckt, wie unsere Nachbarn es halten und was davon zu halten ist – erfahren Sie hier.

Was ist eigentlich eine Radioquote?

Wie eine Radioquote funktioniert, lässt ich am Beispiel Frankreich erklären. Dort wurde die Radioquote 1994 eingeführt. Seitdem sind die Radiosender verpflichtet, in ihrem Programm zwischen 6:30 Uhr und 22:30 Uhr zu 40 Prozent nationale Songs spielen. Heißt: eine Radioquote setzt Maßstäbe für die Musikauswahl der Sender.

Aktuelle Diskussionen in Österreich

Im Frühjahr dieses Jahres bekam die Diskussion um die Radioquote in Österreich neuen Stoff.

Die Ö3-Moderatorin Elke Lichtenegger hatte mit ihrer unüberlegten Aussage einen Shitstorm ausgelöst. In einem Interview sagte Sie über eine Band folgendes: “Ich dachte das ist irgendeine österreichische, vollkommen unbekannte Band, die halt irgendwie versuchen uns ein Lied zu verkaufen, was wir aber nicht wollen, weils wahrscheinlich ganz schlecht ist”.

Das war daher problematisch, da es sich bei der besagten, angeblich vollkommen unbekannten Band um die „Imagine Dragons“ handelte – eine ziemlich erfolgreiche Band aus den USA…

Die Kritik, vor allem an dem erfolgreichen Sender Ö3, ist wegen diesem Fauxpas in diesem Jahr angestiegen. Und die Debatte, ob Österreich eine Radioquote braucht, wurde angefeuert. Mehr zum Thema Ö3 und der Radioquote in Österreich gibt’s HIER.

Vor- und Nachteile der Quote

Die Vorteile einer Quote liegen auf der Hand: die Chancen für Newcomer erhöhen sich, der Erfolg nationaler Bands steigt und die Vielfalt der Musik im Radio wird gefördert.

Eine Einschränkung dieser Art widerspricht in Deutschland aber der Rundfunkfreiheit.

Daher scheiterte eine Einführung der Radioquote bisher immer. Zudem argumentieren Radiosender mit einem möglichen kommerziellen Verlust. Dabei kommt die Frage auf: Was wollen eigentlich die Hörer und was denken die betroffenen Bands?

Meinungen

Deutsche Musikbands, wie beispielsweise Revolverheld, sehen der Einführung einer Radioquote ebenfalls kritisch entgegen. Sie sind der Meinung, dass deutsche Songs sich bereits etabliert haben und auch ohne Quote ein Erfolg möglich ist. Es zählt der Massengeschmack, egal ob bei einem deutschen oder einem englischen Lied.

Und was ist nun der Massengeschmack? Sind wir Hörer diejenigen, die eigentlich dafür verantwortlich sind, was im Radio läuft?

Die folgende Statistik zeigt, dass englischsprachige Rock- und Popmusik tatsächlich bei den Deutschen vorne liegt.

 Musikgeschmack

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fazit

Es scheint im Moment also so, dass die Einführung eine Radioquote in Deutschland eher unwahrscheinlich ist. Im Gegensatz zu unseren Nachbarn in Österreich sind hier auch viele Stimmen gegen eine Einführung der Quote. Allerdings sollten sich die Radiosender durchaus einige Kritiken zu Herzen nehmen. Denn wie Frankreich zeigt, können auch nationale Lieder und Bands bekannter und beliebter werden, wenn sie im Radio häufiger gespielt werden. Man sollte sich also überlegen, ob ein Wandel vom bisherigen Mainstream-Programm zu mehr Radiovielfalt wirklich kommerziellen Verlust einbringt, oder ob die Sender dadurch nicht vielmehr aus der Masse herausstechen.

Eure P&P Studios!

Professionelle Radiowerbung von der P&P Studios Audio-Agentur in Regensburg

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Autor: P&P Marketing-Assistenz

Die PraktikantInnen der P&P Studios Audio-Agentur unterstützen unser Unternehmen tatkräftig – nicht nur in den Bereichen der Blog-Redaktion und im Social-Media-Marketing, sondern auch beim Spotversand und der Kommunikation mit den Kunden und Sendern. Hier auf dem P&P-Blog berichten sie über neue Entdeckungen aus der Audio- und Radiowelt.

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