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#iBeacon – was ist das und was kann das?

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KW 37 iBeacons Head-Bild

Vor einem Jahr hatte Apple eine neue Technologie – iBeacons – angekündigt, seitdem wurde nur recht wenig darüber bekannt. Nun sollen iBeacons auch nach Europa und Deutschland kommen. Zeit also, sich das mal genauer anzusehen.

Zunächst einmal haben iBeacons NICHTS mit leckerem Bacon zu tun. 😉 iBeacons sind vielmehr kleine Bluetooth-Funkmodelle, kaum größer als eine Streichholzschachtel. Vom Prinzip her sind es kleine Sender, die uns, wenn sie unsere Smartphones in der Nähe registrieren, automatisiert Informationen zuschicken können.

Grundvoraussetzung hierfür ist, dass man eine entsprechende App auf dem Smartphone hat. Die technische Grundlage für das Funktionieren von iBeacons tragen wir bereits jetzt in unseren Hosentaschen: Bluetooth-LE-kompatiblen Chips sind in allen iOS Geräten, vielen Macs, Androiden und einigen Google-Nexus-Modellen verbaut.

iBeacons als Ablöse für die NFC-Technologie?

Gibt es das nicht schon? Richtig, es gibt eine ältere Technik, die sogenannte Near Field Communication (NFC). Das ist ein Funkstandart zur drahtlosen Datenübertragung – allerdings nur über kurze Entfernungen und mit geringem Tempo. iBeacons sollen im Vergleich zu dieser Technik technisch überlegen sein, da sie über größere Entfernungen funktionieren. Zudem sollen sie einfacher und kostengünstiger in der Anschaffung sein.

iBeacons als Baustein für Location Based Marketing

Soweit die Theorie – in der Praxis könnte das Ganze dann so aussehen, dass die kleinen Sender beispielsweise im Einzelhandel ihre Funktion finden. Betritt man also einen Laden, erhält man beispielsweise eine Nachricht auf das Smartphone: „Schön, dass sie da sind. Unsere Top-Angebote heute sind…“. Im Laden könnte es dann so weitergehen: „Neben Ihnen steht unser heutiges Sonderangebot, die Marmelade für nur 2 Euro…“

Es könnte auch noch weiter gehen, dass der User am Ende über’s Smartphone Treuepunkte sammelt und schließlich mit dem Smartphone an der Kasse bezahlt.

Klingt erst einmal anstrengend, ist für den Einzelhandel aber durchaus interessant. Die Frage ist, ob diese Dauer-Bespaßung nicht bald so auf den Wecker geht, dass der Einsatz von iBeacons eher abschreckend auf Kunden wirkt.

Und was ist mit dem Datenschutz?

Die iBeacons an sich sind keine digitalen Peilsender und speichern auch keine Informationen, sondern senden lediglich Informationen aus. Sie sagen also den umliegenden Geräten nur: Ich bin hier!

Ein besonders interessantes Feld, dass sich durch iBeacons erschließen lassen könnte und was weitaus weniger nerven würde wie der Gebrauch im Einzelhandel, ergibt sich durch ein besonderes Feature der Technologie: iBeacons machen es möglich, auch in geschlossenen Räumen den Standort zu bestimmen – durch die Relation der Signale der iBeacons mit den Daten des Bewegungssensors eines Smartphones.

iBeacons meets Kunst und Kultur

Vor diesem Hintergrund könnten die kleinen Geräte vielleicht bald Audioguides in Museen, Galerien und anderen Kulturstätten ersetzen. Sie ließen sich stärker individualisieren, der User könnte frei wählbar Infos zu einzelnen Exponaten abrufen, der Besucher kann aber auch zum Kurator werden und seine Eindrücke zu einem Ausstellungsstück beispielsweise auf einer digitalen Pinnwand hinterlassen.

Hier bietet sich eine große Vielfalt, die Anreicherung mit Audio-Inhalten, Bildern etc. hat viel Potenzial. Und: jeder hätte seinen persönlichen Audioguide mit gebündelten Informationen in der Hosentasche.

Auch eine witzige Idee: ein Belohnungssystem, eine Art moderne Schnitzeljagd wäre ebenso denkbar. Frei nach dem Motto: „Sie haben das erste Level im Museum xy abgeschlossen – jetzt können Sie die Sonderausstellung besuchen.“

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Autor: P&P Marketing-Assistenz

Die PraktikantInnen der P&P Studios Audio-Agentur unterstützen unser Unternehmen tatkräftig – nicht nur in den Bereichen der Blog-Redaktion und im Social-Media-Marketing, sondern auch beim Spotversand und der Kommunikation mit den Kunden und Sendern. Hier auf dem P&P-Blog berichten sie über neue Entdeckungen aus der Audio- und Radiowelt.

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