P&P Studios Blog

Kopfhörer als Übersetzer?

Hinterlasse einen Kommentar

Kopfhörer als Übersetzer?Stellen Sie sich einmal vor, Sie könnten alles verstehen – egal wo Sie sind, egal welche Sprache gesprochen wird. Keine Sprachbarrieren mehr. Durch das Projekt „The Pilot“, könnte die Übersetzung von Sprachen im Alltag viel einfacher werden. Was dahinter steckt und wie’s funktioniert lesen Sie heute hier…

Es gibt Sprachtalente, die mehrere Sprachen fließend sprechen können. Diese Menschen nennt man auch multilingual. Da es aber einige Jahre und reichlich Aufwand beim Lernen erfordert, gibt es selten multilinguale Menschen. Und dann gibt es noch uns Normalos, die sehr gut mit Englisch und ein paar Brocken Französisch oder Spanisch im Urlaub kommen. Doch was wäre, wenn es eine Welt ohne Sprachbarrieren gäbe?

Das New Yorker Start-up Waverly Labs hat sich dem Problem der Sprachbarriere angenommen und smarte Kopfhörer und eine App erfunden, die das Problem lösen soll. The Pilot soll den Trägern ermöglichen, live und direkt ins Ohr eine andere Sprache übersetzt zu bekommen. Die In-Ohr-Kopfhörer kommen im Doppelback und werden über eine App gesteuert. In der App muss die zu übersetzende Sprache eingestellt werden. Es müssen also beide Gesprächspartner die Geräte in der Ohrmuschel tragen.

Zwei Jahre lang hat ein Team aus Programmierern, Ingenieuren, Designern und Übersetzungsexperten an dem Wearable gearbeitet. Um das Projekt zu unterstützen und zu finanzieren wurde eine Crowdfunding-Kampagne auf Indiegogo gestartet. Zu Beginn konnten Interessierte das Gadget vorbestellen und ihnen wurde ein Rabatt garantiert, sodass sie nur 199 Dollar zahlen statt der ursprünglich angepeilten 249 bis 299 US-Dollar. Die User können zwischen kann zwischen Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch wählen. Später sollen weitere Sprachen hinzukommen, unter anderem Hindi und Arabisch. Momentan müssen noch beide Gesprächspartner die In-Ear-Kopfhörer tragen, es wird aber an einem Modell gefeilt, das auch die Sprechenden in der Umgebung übersetzt.

Der Ursprung dieser Idee entstand, als der Gründer Andrew Ochoa eine Französin kennen lernte und sich die Kommunikation als sehr schwer herausstellte, da sie nicht wirklich viel Englisch konnte. In so einer Situatuon haben wir uns sicher alle schon einmal wieder gefunden, wenn man im Frankreich-Urlaub dem Kellner mit Händen und Füßen seine Essensbestellung aufgeben will, in Asien nach dem Weg fragen will oder in Russland den angebotenen Vodka dankend ablehnen will.

Die Reaktionen im Netz waren dementsprechend positiv: Während sich die einen freuen, dass sie andersprachige Familienangehörige verstehen könnten, sich beim Reisen leichter durch das entsprechende Land bewegen können, sehen andere eine Chance für Geflüchtete, damit sich diese im fremden, neuen Land schneller verständigen können. Bislang ist aber noch nicht bekannt, was die digitalen Übersetzer im Ohr wirklich können, denn Hürden wie unterschiedliche Dialekte, Akzente und Umgebungsgeräusche sind noch nicht erprobt worden. Dafür müsste die App erst einmal erlernen, die Sprache nicht wörtlich zu übersetzen. Gegen die Störgeräusche soll ein noise-cancelling Mikrofon eingebaut werden, der nur die Sprache herausfiltert.

Auch einige Logistikzentren sind nach Angaben der DVZ an so einer Lösung interessiert. Der Hintergrund: In einigen Gegenden, besonders im Süden, ist es schwer, Mitarbeiter für Logistikzentren zu finden. Eine Lösung wären Arbeitskräfte aus dem Ausland, beispielsweise Osteuropa. Das Problem: die Sprachhürde. Mit dem „Pilot“ würde ein weiteres Wearable in die Logistik Einzug halten, bislang gab es schon Versuche mit Handschuhscannern und Datenbrillen in Deutschland.

Klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Im Herbst soll The Pilot auf den Markt kommen – für diesen Sommerurlaub müssen wir also noch auf das Gadget verzichten. Es wird sich aber auch erst einmal im Alltag beweisen müssen. Spannend ist es allemal!

Professionelle Audio-Produkte von der P&P Studios Audio-Agentur in Regensburg

 

Advertisements

Autor: P&P Marketing-Assistenz

Die PraktikantInnen der P&P Studios Audio-Agentur unterstützen unser Unternehmen tatkräftig – nicht nur in den Bereichen der Blog-Redaktion und im Social-Media-Marketing, sondern auch beim Spotversand und der Kommunikation mit den Kunden und Sendern. Hier auf dem P&P-Blog berichten sie über neue Entdeckungen aus der Audio- und Radiowelt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.