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Clubs in Not

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 Clubs in Not - ClubsterbenWindmühlen der Bürokratie, Beschwerden von Anwohnern oder Miethaie… die Gründe, warum Clubbetreiber die Türen schließen müssen, sind vielfältig. In den Medien spricht man schon vom Clubsterben im Land. Die Arbeitsgruppe LiveKomm hat deshalb eine Rote Liste in’s Leben gerufen…

Clubs auf der roten Liste

Die Idee für diese Liste entstand auf dem Reeperbahn Festival 2013. Diese Liste soll den Gefährdungsstatus der Musikspielstätten innerhalb der deutschen Clublandschaft dokumentieren. Sie dient also auch dazu, allgemeine Tendenzen in der deutschen Clubszene offenzulegen. Mit aufgeführt sind auch die Gründe, warum die Clubs um ihre Existenz bangen. Die häufigsten Gründe lesen sich sehr ernüchternd und traurig: Die Gebäude sollen meist für Geschäfts- und Büroräume abgerissen werden.

Durch die verstärkte Aufmerksamkeit und Unterstützung aus der Bevölkerung konnte schon so manchem Club, der bereits auf der Roten Liste stand, aus der Patsche geholfen werden. Bei manchen Clubs wurde zum Unterschreiben von Petitionen aufgerufen. Doch manchmal war auch die Ursache die Bevölkerung selbst: Anwohnerbeschwerden wegen Lärmbelästigungen häuften sich.

Verständlicherweise gibt es Familien mit Kindern oder ältere Leute, die um die Zeit, in der andere feiern, schlafen wollen, doch fragt man sich auch, warum dieses Klientel in solchen Gegenden zu finden ist- meist sind diese Locations nicht erst seit einigen Jahren Clubs oder Partylocations, sondern schon länger und man sollte meinen, die Mieter und Anwohner informieren sich davor über die Gegend.

Als wären die wachsenden Flächen mit Bürogebäuden nicht schon öde genug, zieht nun auch die Spießigkeit in die Anwohnersiedlungen ein, die wohl vergessen haben, dass sie auch mal jung waren und keinen Sinn für Kultur in Großstädten haben, zu der nun mal auch die Clubkultur gehört.

Comeback der Clubs

Das Molotow in Hamburg musste beispielsweise aus seiner Lokalität ausziehen. Die Exil-Lösung war nicht so erfolgreich. Der Club landete auf der roten Liste und bekam dadurch Aufmerksamkeit. Dank der Unterstützung des Bezirks konnte der Club schließlich ein neues Domizil auf der Reeperbahn finden und läuft seitdem wieder.

Auch die Hamburger Hasenschaukel hat es nach einer erfolgreichen Finanzierung durch eine Crowdfunding-Kampagne, Umbau und Konzepterweiterung zu einen neuen Anlauf und damit runter von der roten Liste der Clubs geschafft.

Weiterhin aktuell auf der Liste sind: die Posthalle Würzburg, die seit 2008 existiert und in der jährlich über 120 Konzerte stattfinden. Das Team besteht aus 15 festangestellten Mitarbeitern. Der Grund für die bedrohte Existenz: Das Gebäude soll abgerissen werden und neuen Büroräumen Platz machen. Eine weitere bedrohte Location in Würzburg ist der Jugendkulturtreff Immerhin, ein Livemusik-Club mit 80 Konzerten und 40 Dj-Abenden im Jahr. Die 25 Mitarbeiter bangen um ihren Job, da der seit 1985 (!) existierende Club abgerissen werden soll und ebenfalls in eine Bürolandschaft verwandelt werden soll. Das Jahr hat 365 Tage, was sind da schon 40 DJ-Abende?!

Der seit 2002 existierende Club „Kantine Augsburg“ beschäftigt 51 Mitarbeiter, die rund 100 Veranstaltungen im Jahr planen. Der Mietvertrag wurde beendet, da das Gebäude zwecks Wohnungsbau abgerissen werden soll. Wer wird da dann wohnen? Gewiss keine Studenten oder junge Leute, wenn in der kleinen, nicht gerade billigen Stadt Ausgburg nichts mehr los sein wird.

Die Alte Zuckerfabrik in Rostock ist seit 2006 ein Livemusik-Club mit rund 100 Veranstaltungen im Jahr, um die sich die acht Mitarbeiter kümmern. Der Club sieht sich durch Anwohnerprobleme, politische Interessen und Behördenterror bedroht. Es gibt eine Online-Petition für den Erhalt der Zuckerfabrik.

Das Stellwerk in Hamburg existiert seit 2005, beschäftigt 27 Mitarbeiter, die um die 150 Events im Jahr organisieren. 2013 war der Club sogar Gewinner des Hamburger Club Awards. Bedroht wird die Clubexsitenz durch Probleme mit der Vermietung und den Nachbarn- denen offenbar sogar Jazz zu laut ist…

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Autor: P&P Marketing-Assistenz

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