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Der Millennial Whoop oder „Wa-oh-wa-oh“

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Der Millennial Whoop oder „Wa-oh-wa-oh“Justin Bieber, One Direciton, Chris Brown und Carly Rae Jepsen sind alles bekannte Namen im Musikbusiness. Doch sie haben etwas gemeinsam mit vielen anderen Künstlern dieser Welt – Den Millennial Whoop.

In seinem Blog „The Patterning“ beschreibt der Musikmanager Patrick Metzger dieses Phänomen. Die Melodie bewegt sich zwischen dem dritten und fünften Ton einer Dur-Tonleiter, wie Metzger schreibt. Der Text lautet häufig „Wa-oh-wa-oh“. Selbst wer keine Tonleiter lesen kann hat diese Worte in einigen Songs schon gehört.

Der „Millenial Whoop“ ist also so etwas wie das McDonald’s der Musikbranche: Fast alle Musiker haben sich schon mal bedient, auch wenn es nur wenige zugeben würden. Der „Millennial Whoop“ ist zu einem Massenphänomen in der Branche geworden. „Das Muster ist unverkennbar, wenn man es hört“, schreibt die Website „Quartz“.

Die Liste der „Schuldigen“ ist lang: Fall Out Boy, Demi Lovato, BOY, Frank Ocean, Oh Wonder, AURORA, twenty one pilots, Tove Lo, Of Monsters and Men, Imagine Dragons, The Lumineers, One Direction, Rebecca Black, Chris Brown, Macklemore & Ryan Lewis, Justin Bieber und noch viele mehr. Bei einigen der Interpreten überrascht diese Feststellung nicht, bei anderen jedoch ist der Millenial Whoop ein wenig verstärkter eingebaut.

Fakt ist: Die heutige Pop-Musik hört sich zweifellos gleich an, was auch die YouTuber „Axis of Awesome“ in ihrem Video „4 Chords“ beweisen. Auf dem Musik-Streamingdienst Spotify wurde sogar eine „Wa-oh-Wa-oh“-Playlist erstellt. Der Stand-Up Comedian, Schauspieler Andy Samberg hat mit seiner Band The lonely Island den Song „F*** off“ im Film „Never Stop Never Stopping“ als eine Art Parodie inszeniert. Die Band Maico fürchtet sich nicht vor der Kritik am Millenial Whoop und hat mit ihrem Song „How we dream“ sogar für eine Bank geworben.

Ab der vierten Sekunde: „Wa-oh-wa-oh“

Woher kommt dieser Trend? In der Musik müssen die Songs massenkompatibel sein, nur dann lassen sie sich gut verkaufen. Auf Bewährtes zu setzen kann hierbei natürlich hilfreich sein. Schließlich haben  es die Erfolge anderer Songs, die nach dem identischen Muster funktionieren bewiesen. Der Aufwand beim Komponieren verringert sich darüber hinaus auch. Einige Studien bewiesen auch, dass uns Wiederholung glücklich macht, weshalb die meisten Songs in den Charts ähnlich klingen. Selbst wenn ein neuer Song gerade erst in die Charts kam, klingt er meistens schon bekannt.

Interessant ist auch, dass die Betonung im Millenial Whoop auch schon von Pausenhof-Hänseleien bekannt ist: Sprüche wie „Was man sagt, ist man selbst…“ etc. ähneln der Tonfolge.

Der Charme des „Millennial Whoop“ liegt darin, dass niemand ein Urheberrecht geltend machen kann – also kann es auch nicht verletzt werden. Denn gegen die mehrfache Wiederholung zweier Noten kann niemand klagen! Zwar behauptete die Band Arcade Fire, sie sei der Urheber des Millenial Whoops, doch richtig bewiesen werden konnte es nie.Sollte es doch einmal als Plagiat befunden werden, kann das teuer werden: Justin Timberlake kupferte beispielsweise bei „Cirque du Soleil“ ab und wurde auf rund 800.000 Dollar verklagt.

Professionelles Sounddesign von der P&P Studios Audio-Agentur in Regensburg

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Autor: P&P Marketing-Assistenz

Die PraktikantInnen der P&P Studios Audio-Agentur unterstützen unser Unternehmen tatkräftig – nicht nur in den Bereichen der Blog-Redaktion und im Social-Media-Marketing, sondern auch beim Spotversand und der Kommunikation mit den Kunden und Sendern. Hier auf dem P&P-Blog berichten sie über neue Entdeckungen aus der Audio- und Radiowelt.

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