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Ohrwurm im Kopf

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Ohrwurm im KopfWie entsteht ein Ohrwurm und was passiert in unserem Gehirn? Genau diese Fragen stellen sich viele Menschen. Besonders Musiker sind häufig von diesem Phänomen betroffen. Wir haben für Sie die wichtigsten Fakten zusammengetragen.

Die Wissenschaft beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der Entstehung von Ohrwürmern. Aus dieser Betrachtungsweise entsteht ein Ohrwurm dadurch, dass die Zentren im Schläfenlappen Reize an die Stirnlappen senden, die für das Mitsingen zuständig sind. Diese senden dann wieder Reize zurück an die Zentren für das innere Hören. So entsteht eine Endlosschleife, die schwer zu durchbrechen ist. Die Amerikaner und Spanier nennen solche Lieder „Klebelied“, die Franzosen „Ohrenbohrer“ und die Brasilianer „Ohrkaugummi“.

Sogar der Tiefenpsychologe Sigmund Freud hat sich mit der Enstehung von Ohrwürmern auseinander gesetzt. Er war der Meinung, Ohrwürmer seien unsere tiefsten und innersten Wünsche und geheimen Träume. Glücklicherweise konnte Freud’s Theorie nicht standhalten, sonst würde es auf den Straßen von „Dancing Queens“ nur so wimmeln.

Ein Ohrwurm entsteht besonders in entspannten Situationen, wenn die Konzentration im Gehirn nachlässt respektive automatisierten Tätigkeiten, beispielsweie Fahrradfahren, Duschen, Joggen, Rasieren oder Putzen. Wenn wir uns dagegen auf einen bestimmten Gegenstand oder eine Aktivität fokussieren, werden die Zellverbindungen zwischen dem inneren Hören und Singen gehemmt und ein Ohrwurm kann nur schwer entstehen.

Seinen Ohrwurm sollte man also nicht unbedingt dem Vorgesetzten erzählen, denn das würde offen legen, das Arbeitsgedächtnis sei nicht richtig ausgelastet und man könnte sich bei der aktuellen Tätigkeit ein bisschen mehr anstrengen. Doch so ganz stimmt das auch nicht immer: Ohrwürmer können auch bei Er- oder Übermüdung sowie Stress entstehen oder schlicht und einfach weil es das letzte Lied in einer Liste von Liedern, die man gehört hat, ist. Leider bringt es nur wenig, das letzte Lied dann noch einmal komplett anzuhören, um den Ohrwurm los zu werden.

Der typische Ohrwurm

Bekannte Ohrwürmer sind „Blue“ von Eiffel 65 mit dem einfachen Text „Da-ba-di-da-ba-dei“ oder „Atemlos“ von Helene Fischer. Diese Songs basieren auf trivialen Melodien und sind leicht mitzusingen. Wenn ein Song häufig im Radio läuft, entsteht natürlich leichter ein Ohrwurm. Man hat den Eindruck, es sind immer die gleichen Lieder, die als Ohrwürmer in den Köpfen herumspuken. Forscher der Universität St. Andrews haben zur Erklärung eine mathematische Formel erstellt, die wie folgt lautet: Aufnahmefähigkeit + (Vorhersehbarkeit – Überraschung) + (melodisches Potential) + (rhythmische Wiederholung x 1,5) = Ohrwurm. So einfach geht das also? Vielleicht hatte der Mathelehrer damals in der Schule Recht, als er meinte „Die Welt ist Mathematik. Die Welt ist Zahlen“.

Die tatsächliche Wirkungsweise dieser Formel lässt sich jedoch nicht bestätigen, aber angeblich arbeiten Songtexter und Produzenten nach diesem Prinzip, wenn sie einen neuen Hit für die Charts produzieren wollen. Apropos Charts: Es zeigte sich, dass auch eine hohe Position des Songs in den Charts Einfluss auf die Poluarität eines Ohrwurms hat.

Die Bildung eines Ohrwurms hat allerdings auch sehr individuelle Faktoren: so haben ihn musikaffine oder musikalische Menschen schneller als unmusikalische, taube oder schlechthörende Personen schneller als Personen mit gutem Gehör und ältere Meschen mehr als Jüngere.

Auch wenn wir eine emotionale Bindung zu einem Song haben, speichert sich ein Ohrwurm verstärkt ein. Wir verknüpfen den Song dann mit dem Erlebten und merken ihn uns eher. In einer Studie von dem Psychater Dr. Aziz und sein Kollege Dr. Warner kamen sie zu dem Ergebnis, dass die Musik in zwei Drittel der Fälle religiös war. Die Studie belegte auch den Unterschied zwischen den Teilnehmern, die „musikalische Halluzinationen“ hatten zu Schizophrenie-Patienten, die Stimmen hören.

Jetzt wissen wir, wie ein Ohrwurm entsteht und was im Gehirn passiert. Aber wie werden wir ihn wieder los?

Eine Möglichkeit ist, einen spannenden Film zu schauen – natürlich nur mit einer anderen Musik. Aber auch Kaugummi kauen kann helfen einen Ohrwurm wieder loszuwerden – ist sogar wissenschaftlich erwiesen!

Wir haben euch im Anschluss an diesen Artikel noch eine kleine Playlist an Ohrwürmern zusammengestellt. Viel Spaß beim Hören. 🙂

Professionelles Sounddesign von der P&P Studios Audio-Agentur in Regensburg

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Autor: P&P Marketing-Assistenz

Die PraktikantInnen der P&P Studios Audio-Agentur unterstützen unser Unternehmen tatkräftig – nicht nur in den Bereichen der Blog-Redaktion und im Social-Media-Marketing, sondern auch beim Spotversand und der Kommunikation mit den Kunden und Sendern. Hier auf dem P&P-Blog berichten sie über neue Entdeckungen aus der Audio- und Radiowelt.

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