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Karl-Sczuka-Preis 2016

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Karl-Sczuka-Preis 2016Die Jury des Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel als Radiokunst zeichnete in diesem Jahr das Stück „Desert Bloom“ aus. Der Förderpreis geht an Marco Blaauw für „Engel der Erinnerung“. Wir haben die Preisverleihung und die Gewinner in diesem Beitrag für Sie zusammengefasst.

Der Karl-Sczuka-Preis ist ein Hörspielpreis, der von 1955 bis 1963 alle zwei Jahre und seit 1967 jährlich zunächst vom Südwestfunk und seit dessen in Kooperation mit dem Süddeutschen Rundfunk und Südwestrundfunk verliehen wird. Er gilt als international angesehenster Preis für genuine Radiokunst. Anfangs wurde der Preis für Hörspielmusik vergeben, was sich aber nach Satzungsänderungen in den Jahren 1969 bis 1972  änderte und er schließlich zur bedeutendsten Auszeichnung für avancierte Werke der Radiokunst wurde.

Mit dem Preis werden die „beste Produktionen eines Hörwerks, die in akustischen Spielformen musikalische Materialien und Strukturen benutzen“ ausgezeichnet.  Seit 1972 wird der Karl-Sczuka-Preis im Rahmen der Donaueschinger Musiktage verliehen. Gestiftet ist der Preis mit 12.500€, der Förderpreis mit 5000€. Der Preis ist nach Karl Sczuka benannt, dem Hauskomponisten des Südwestfunks Baden-Baden in der Zeit von 1946 bis 1954.

Der erste Sieger des Preises im Jahre 1955 Günter Eich mit „Der Tiger Jussuf“. Die Musik kam von Siegfried Franz, Regie führte Kurt Reiss.

Auch am 15. Oktober wurde in Donaueschingen wieder der Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel als Radiokunst an ein Trio vergeben. Die Zuerkennung der Preise fand bereits am 21. Juli statt und wurde von einer unabhängigen Jury unter dem Vorsitz von der ehemaligen Kulturstaatsministerin Christina Weiss, festgelegt, zu der auch Margarete Zander, Helmut Oehring, Marcel Beyer und Michael Grote zählen. Der SWR-Hörspielchef Ekkhard Skrouppa agiert als Sekretär des Karl-Sczuka-Preises.

Die deutsche Klangkünstlerin Daniela Kubisch, der österreichische Musiker und Tontechniker Florian Kindlinger sowie der österreichische Komponist und Produzent Peter Kutin erhielten die Auszeichnung für ihr gemeinsames Radiostück „Desert Bloom“. Die Auftragskomposition für den WDR wurde am 13.11.2015 im „Studio Akustische Kunst“ urgesendet. Florian Kindlinger führt unter anderem die Klangregie bei den Salzburger Festspielen und Sounddesign für Film und Fernsehen. Christina Kubisch ist sozusagen die „Grande Dame“ der installativen Klangkunst-Szene. Von 1994 bis 2013 lehrte sie auch als Professorin für Audiovisuelle Kunst an der Hochschule der Bildenden Künste Saarbrücken. Peter Kutin ist nicht nur Produzent und Komponist, sondern auch Musiker und Kurator. Sein Studium „Elektroakustische Musik“ an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien verschaffte ihm , neben seiner Erfahrung, die Expertise.

Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass den drei Machern ein faszinierendes Audioporträt von Las Vegas gelungen sei. Es handelte sich bei dem Stück um eine Expedition auf die akustische Rückseite der Wüstenstadt. Jenseits seiner glitzernden Oberfläche erkundeten das Trio die Hörwelten und entwickelten eine Mischung aus Erzählung, Dokumentation und experimenteller Erkundung.

Mit dem Karl-Sczuka-Förderpreis wurde der niederländische Trompeter und Komponist Marco Blaauw für sein Hörspiel „Engel der Erinnerung“ ausgezeichnet, das er seinem Vater widmete. Als Grundlage diente ein Interview, das er mit ihm geführt hatte. Die O-Töne verweben sic chronologisch in die vielschichtige Komposition aus Improvisation, Soundscapes und Sound-Processing. Die Sprache, die in dem Hörspiel zu hören ist, ist ein niederländischer Dialekt mit Wurzeln im Plattdeutschen. Zusätzlich wird eine Frauenstimme als weiteres kompositorisches Element eingesetzt. Der Preis ist mit 5.000,- Euro dotiert.

Marco Blaauw wurde 1965 in Lichtenvoorde, Niederlande, geboren. Am Sweelinck Conservatorium in Amsterdam studierte er Trompete. Ihre Weiterentwicklung sowie die Weiterentwicklung der Technik und ihres Repertoires ist sein Ziel und Anliegen. Seit 1994 ist er ein festes Mitglied des Ensemlbes „Musikfabrik“ in Köln.

Der international renommierte Preis wird jährlich vom Südwestrundfunk (SWR) vergeben und gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen für akustische Kunst. In diesem Jahr wurden 70 Wettbewerbsbeiträge von 100 Bewerberinnen und Bewerbern eingereicht. Über die Zuerkennung der Auszeichnungen entschied eine Jury unter Vorsitz der ehemaligen Kulturstaatsministerin Christina Weiss.

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Autor: P&P Marketing-Assistenz

Die PraktikantInnen der P&P Studios Audio-Agentur unterstützen unser Unternehmen tatkräftig – nicht nur in den Bereichen der Blog-Redaktion und im Social-Media-Marketing, sondern auch beim Spotversand und der Kommunikation mit den Kunden und Sendern. Hier auf dem P&P-Blog berichten sie über neue Entdeckungen aus der Audio- und Radiowelt.

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