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Safety first: Wie Musiker ihr Gehör schützen können

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Safety first: Wie Musiker ihr Gehör schützen könnenEin Musiker braucht nicht nur Talent, sondern auch ein hervorragendes Gehör. Denn nur mit einem guten Hörsinn ist es ihm möglich, sein Instrument richtig zu spielen und die Töne zu treffen. Aus diesem Grund ist es wichtig, diesen sensiblen Sinn zu schützen.

Ein guter Gehörschutz ist für viele Musiker unerlässlich. Dennoch wird das Thema Schutz sehr häufig außer Acht gelassen. Diese Unachtsamkeit kann auf Dauer gesehen zu langfristigen Schädigungen des Innenohrs führen. Die Folgen dessen sind meistens sehr schwerwiegend und treten in Form eines Tinnitus, im schlimmsten Fall sogar als Hörsturz auf.

Ein Tinnitus zeichnet sich durch ein Summen, Pfeifen, oder Piepen im Ohr aus und wird von jedem Menschen anders wahrgenommen. Es gibt mehrere Variationen eines Tinnitus. So kann dieser entweder gleichbleibend sein und dauerhaft wahrgenommen werden, oder bereits nach einer kurzen Zeit wieder abklingen.

Ein Tinnitus ist keine Seltenheit und wird von vielen Menschen meist gar nicht als solcher erkannt. Schließlich ist unser Ohr sehr robust und belastbar. Daher machen wir uns auch keine Sorgen, wenn wir nach einem langen Discobesuch ein Pfeifen im Ohr vernehmen, schließlich wird es am nächsten Tag wieder verschwunden sein. Aber was wenn nicht?

Das menschliche Ohr

Das menschliche Ohr ist in drei Teilbereiche untergliedert: Das Außenohr, das Mittelohr und das Innenohr.

Für uns ist aber vor allem das Innenohr interessant, da es neben dem Gleichgewichtsorgan auch das Hörorgan beinhaltet.

Das Hörorgan, auch Cochlea genannt, ist eine knöcherne Hörschnecke, welche sich direkt hinter dem Mittelohr befindet. In der Cochlea befinden sich rund 25.000 kleine Haarzellen, die dafür sorgen, dass wir Töne und Geräusche als solche wahrnehmen können.

Die unterschiedlichsten Klänge und Geräusche werden in Form von Schallwellen durch die Luft übertragen. Diese Schallwellen treffen schließlich auf unser äußeres Ohr und werden durch den Gehörgang über das Mittelohr zum Innenohr hin weitergeleitet. Durch die Wellen werden im Ohr Schwingungen erzeugt, welche die kleinen Haarzellen in Bewegung bringen, wodurch elektrische Impulse entstehen. Diese Impulse werden dann über einen Hörnerv zum Gehirn gesendet und wir hören einen Ton.

Wann ist laut zu laut?

Bei zu lauter Musik und zu wenig Schutz können die Haarzellen im Innenohr beschädigt werden. Wann etwas zu laut ist wird dabei anhand des Schallpegels – welcher in Dezibel (dB) angegeben wird – gemessen. Dabei muss jedoch unterschieden werden: Nach einer kurzen Schallbelastung können sich die Härchen teilweise wieder regenerieren, während zu lange Belastung zu irreparablen Folgeschäden, wie zum Beispiel einem Hörsturz, oder einem Tinnitus führen kann.
Bereits ein Pegel von 90 Dezibel kann bei zu langer Beschallung zu Gehörschäden führen. Ist man einem Schallpegel von 110 -120 dB ausgesetzt, kann man sogar nach wenigen Stunden einen Tinnitus erleiden.

In der folgenden Grafik haben wir für Sie einige Dezibel-Beispiele aufgelistet.

Der richtige Gehörschutz

Um langfristige Verletzungen des Gehörs zu vermeiden, ist es vor allem für Musiker besonders wichtig, den richtigen Gehörschutz zu tragen.

Da es auch beim Gehörschutz viele unterschiedliche Varianten gibt, stellen wir Ihnen drei Möglichkeiten vor.

Vorgefertigter Hörschutz (z.B. Clear Filters)

Die vorgefertigten Hörstöpsel (mit Lamellen) dichten das Ohr ab und gleichen sich der Ohrkontur an. Durch einen kleinen Filter wird das Ohr außerdem belüftet und man bekommt kein dumpfes, abgeschlossenes Gefühl auf den Ohren. Schließlich will man wegen des Hörschutzes nicht das Sounderlebnis einbüßen müssen.

Auch preislich gesehen sind die vorgefertigten Plugs mit knappen 20,- € erschwinglich und vor allem für Konzertbesucher geeignet. Der einzige Nachteil ist jedoch, dass sie nicht für alle Ohren 100-prozentig passgenau sind und dadurch bei hohen Frequenzen schnell an ihre Grenzen kommen.

In-Ear-Monitoring

In-Ear-Monitoring ist ein professioneller Gehörschutz für alle Musiker. Die Kopfhörer sind vergleichbar mit In-Ear-Kopfhörern für Smartphones. Sie sind sozusagen ein intelligenter Gehörschutz, da sie den Sound optimal in das Ohr umleiten und dafür sorgen, dass die anderen Geräusche stark gemildert werden. Preislich liegen diese Kopfhörer bei ca. 60,- €.

Individuell gefertigter Gehörschutz

Bei dem individuell gefertigten Hörschutz werden, wie der Name schon sagt, die Stöpsel auf das eigene Ohr passgenau angefertigt. Der Vorteil davon ist, dass man neben dem optimalen Tragekomfort auch die akustische Dämmung bestimmen kann.
Der Nachteil ist jedoch, dass der Gehörschutz mit ca. 100 – 180,- € recht teuer ist. Vor allem, da sich ein Ohr im Laufe des Lebens verändert.

Fazit

Ob für die Arbeit oder Privat – jeder Mensch sollte stets darauf achten, sein Gehör zu schützen. Schließlich will man auch weiterhin in den Genuss kommen, die wunderbaren Klänge der Musik hören zu können.

Wenn Sie wissen wollen, wie gut Ihr Gehörsinn funktioniert, können Sie hier einen Test machen.

Professionelles Sounddesign von der P&P Studios Audio-Agentur in Regensburg

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Autor: P&P Marketing-Assistenz

Die PraktikantInnen der P&P Studios Audio-Agentur unterstützen unser Unternehmen tatkräftig – nicht nur in den Bereichen der Blog-Redaktion und im Social-Media-Marketing, sondern auch beim Spotversand und der Kommunikation mit den Kunden und Sendern. Hier auf dem P&P-Blog berichten sie über neue Entdeckungen aus der Audio- und Radiowelt.

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