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Future-Audio: Ein Blick in die Werbe-Glaskugel

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Die Audionutzung hat sich innerhalb der letzten Jahre stark verändert: Zwar erleben manche Formate wie die Schallplatte oder Kassette derzeit ein Comeback, doch im Grunde genommen ist Streaming das neue Zauberwort. Die „Generation Kopfhörer“ befindet sich auf dem Vormarsch. Doch was bedeutet das für die Werbetrends in Sachen Audio?

Musik an, Welt aus

Die Deutschen hören gerne Musik. Und die junge Generation am liebsten immer und überall – via Kopfhörer und mobil. Zwei Drittel der Deutschen nutzen Audio hauptsächlich über mobile Endgeräte – eine beachtliche Zahl, die den Boom der diversen Streaming-Dienste erklärt.

Wer vor einigen Jahren noch ein Album auf CD in seinem CD-Player hörte, war für Werbung nicht zu erreichen. Radiohören funktioniert in dieser Hinsicht immer noch genauso – jedoch erweitern auch alle Sender ihre Angebote hin zu verschiedenen Online-Streams, um der Nachfrage nach Online-Angeboten nachzukommen.

Veränderungen zeichnen sich schon länger ab: Olli Schulz und Jan Böhmermann wechselten von Radio Eins (RBB) zum Streaming-Dienst Spotify oder die Audio-Rechtevergabe der Fußball-Bundesliga-Spiele über Web bzw. Mobile an Amazon.

Auch Marken und Unternehmen müssen sich also neue Wege einfallen lassen, die Konsumenten zu erreichen. Aber nur weil die „Generation Kopfhörer“ immer und überall Audioprodukte konsumiert – ist sie dann auch automatisch immer für Werbung empfänglich?

Neue Zeiten, neue Formate

Streamingdienste wie Spotify bieten in der Regel eine kostenlose Mitgliedschaft an, allerdings muss man dann auch die Werbung in Kauf nehmen. Wer seine Musik werbefrei hören möchte, der muss sich die gebührenpflichtige Version besorgen.

Ein neues Format wäre beispielsweise „Shake me“ des Audiovermarkters Spotcom – ein Radiospot, den der Kunde mobil hört und in dem er aufgefordert wird, das Handy zu schütteln um beispielsweise auf die Seite des Anbieters zu gelangen und dort weitere Informationen zu erhalten.

Im Vergleich zu gängigen visuellen Display-Ads hat dieses Format den klaren Vorteil, dass es nicht gesehen werden muss, sondern den auditiven Kanal anspricht. Wenn die Kunden ohnehin gerade mit Hören beschäftigt sind und nicht auf ihr Display starren, ist es ein guter Weg, um Aufmerksamkeit zu erhalten.

Zudem muss der Hörer unmittelbar reagieren und sein Handy schütteln, um dann die Infos des Anbieters zu gelangen – also folgt auf die Werbebotschaft eine unmittelbare Reaktion. Hierzu kann das Smartphone einfach in der Hand oder in der Jackentasche bleiben.

Audiospots haben weiterhin den Vorteil, dass die Generation Kopfhörer sie als Werbemittel kennt und eine gewisse Akzeptanz vorhanden ist. Ähnlich wie beim Werbeblock im Lieblings-Radiosender ist man es als Hörer gewohnt, seinem Anbieter oder Sender trotz Werbung treu zu bleiben (ganz im Gegensatz zum Fernsehen, wo man schon mal während der Werbepausen das Zimmer verlässt oder den Kanal wechselt).

Der Blick in die Zukunft

„Alexa, spiele Jazzmusik!“ – vielleicht haben Sie ihr Zuhause auch schon zum Smart-Home umfunktioniert. Der Sprachassistent für den privaten Haushalt führt uns bereits vor Augen, in welche Richtung die digitalen Entwicklungen gehen.

Stellen Sie sich vor, Sie hören einen Spot mit einem speziellen Angebot und könnten im Anschluss direkt eine Bestellung hierfür auslösen. Natürlich wäre dies alles via Smartphone möglich, die neue Fernbedienung und die Entertainment-Zentrale unseres modernen Lebens.

Auch Social-Media-Plattformen werden ihr Audio- und Video-Angebot weiter ausbauen – Content findet längst nicht mehr nur in Schriftform statt. So können Unternehmen mit ihren Kunden im direkten Kontakt bleiben, zeigen sich als erreichbar und können so ihre Kundenbindung steigern.

Podcasts, Hörbücher und Branded Audio werden immer interessanter – längst haben die Influencer das Netz erobert und den Werbemarkt von einer anderen Seite beleuchtet: Nutzer wollen keine störende Werbung, sondern Produktempfehlungen der viralen Persönlichkeiten, denen sie im Web folgen und deren Lifestyle sie nachahmen wollen.

Durch geschickte Produktplatzierungen kann auch der Audio-Werbemarkt hiervon profitieren. Spotify beispielsweise hat nicht nur Musik im Angebot, sondern auch verschiedene Podcast-Reihen von Entertainern wie Böhmermann und Schulz oder auch Heinz Strunk. Die Nachfrage nach Audio- und Video-Podcasts steigt, also finden sich auch hier neue Wege, Kunden zu erreichen.

Nicht nur unser Zuhause wird digital, auch unsere Autos. Für Pendler, Vielfahrer aber auch für kurze Strecken zum Einkaufen oder zur Arbeit sind integrierte intelligente Systeme in unseren Autos eine echte Hilfe: Stau- und Wettermeldungen, Navigation und die Suche nach bestimmten Zielen wie der nächsten Tankstelle oder einem Supermarkt – hier kann Werbung den Hörern sogar weiterhelfen.

Werbung, die nicht mehr stört, sondern uns im Alltag hilft, akzeptieren wir auch eher. Angebote, die gerade zur rechten Zeit kommen, wenn wir uns gerade um die Ecke vom nächstgelegenen Supermarkt befinden und dringend etwas Bestimmtes benötigen.

Radio wird zu Audio

Radio ist mittlerweile viel mehr als Audio zu verstehen: Die Nutzer haben die Möglichkeit, sich mit Streamingdiensten und Webradio-Streams genau das Programm und die Musik zusammenzustellen, die ihnen gefällt.

Also gibt es hier viel mehr Möglichkeiten, die Nutzer zu erreichen – mit Werbeformaten, die die Nutzer dort erreichen, wo sie Zuhause sind: Bei ihrer Lieblingsmusik, auf dem Weg zur Arbeit, beim Kochen oder in den smarten Wohnzimmern.

Professionelle Audio-Produkte von der P&P Studios Audio-Agentur in Regensburg

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Autor: Lisa Sendelbeck

Seit Oktober 2016 unterstütze ich das Team der P&P Studios Audio-Agentur in Regensburg als Produzentin im Bereich Radiowerbung, Sounddesign und Audiomarketing. Auf dem Blog der P&P Studios berichte ich über meine persönlichen Erfahrungen in der Audio-Welt und präsentiere neue Entdeckungen.

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