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Wie funktioniert UKW-Rundfunk eigentlich?

UKW steht für UltrakurzwelleWie funktioniert UKW-Rundfunk eigentlich? und bezeichnet die Länge der elektromagnetischen Wellen, die die Audiosignale vom Sender zum Empfänger bringen. Soweit so gut, aber wie funktioniert das nun im Detail? Ich versuche es Ihnen in nachfolgendem Beitrag zu erklären, ohne dabei tiefer gehende Kenntnisse der Elektrotechnik bzw. der Funktechnik vorauszusetzen. Den Schwerpunkt setze ich hierbei auf den UKW-Rundfunk und nicht auf den physikalischen Begriff der Ultrakurzwelle an sich.

Hochfrequent!

Im Großteil der Welt wird UKW-Rundfunk im VHF-Band II zwischen 87,5 MHz und 108 MHz ausgestrahlt. VHF steht dabei für very high frequency. Wenn Sie in an Ihrem Radio „den Sender einstellen“ machen Sie nichts anderes als das Radio, besser gesagt die Elektronik im Radio durch variable Bauteile, auf eine Frequenz im oben genannten Bereich einzustellen.

Hierbei kann man ziemlich vereinfacht sagen, je höher die Frequenz desto höher die Reichweite. Als Vergleich kann man die Satellitenfrequenzen heranziehen. Die Satelliten, die unseren Planeten umgeben sind bekanntermaßen weiter entfernt als der lokale Radio-Sender. Dementsprechend bewegen wir uns hier in einem Frequenzraum von 10700 MHz bis 127500 MHz. Eine äußerst ausführliche Beschreibung der Frequenzverwendungen finden Sie im Frequenzplan der Bundesnetzagentur. Zudem finden Sie hier eine Übersicht über die Belegung der UKW-Frequenzen im deutschsprachigen Raum.

Der Sender

Eine UKW-Sendeanlage (kurz Sender, engl. Transmitter) strahlt elektromagnetische Wellen ab, die Audio-Informationen enthalten. Im Radio-Bereich handelt es sich dabei fast ausschließlich um Sprache oder Musik.Ein solcher Sender besteht prinzipiell nur aus wenigen Teilen. Theoretisch reicht hierbei ein sogenannter Oszillator. Dieser erzeugt eben jene elektromagnetischen Wellen, welche ausgestrahlt werden sollen.

UKW-Sender in Deutschland verwenden dabei die sogenannte Frequenzmodulation. Diese Technik setzt auf eine hohe Trägerfrequenz die das Audiosignal, mit einer niedrigeren Frequenz, wie der Name schon sagt, vom Sender zum Empfänger trägt. Durch dieses Verfahren ist eine weitgehend ungestörte Übertragung über weite Strecken gewährleistet.

Dieses Schaubild erklärt besonders anschaulich die FM-Modulation und stellt gleichzeitig die ebenso bekannte AM-Modulation in Vergleich. Um eine möglichst große Reichweite und Bereichsabdeckung zu gewährleisten ist einiges an Leistung nötig, daher senden UKW-Sendeanlagen mit einer Leistung von mehreren Kilowatt. Exemplarisch finden Sie hier tiefer gehende Informationen zur Sendeanlage Brotjacklriegl in Bayern.

Die Strecke

Der niederfrequente elektrische Strom nutzt als Übertragungsmedium zumeist Kupferdraht oder andere metallische Leiter, Lichtsignale hingegen werden zumeist mittels Glasfaserleitungen übertragen. Das UKW-Radio bedient sich unserer Atmosphäre als Medium. Die elektromagnetischen Wellen verbreiten sich ohne Medium und benötigen keinen extra Handlanger in Form eines Kabels oder ähnlichem. Selbst im Vakuum des Weltraums ist eine Ausbreitung problemlos möglich. Aufgrund der hohen Sendefrequenzen sind die Wellen für uns (zum Glück) nicht wahrnehmbar. Würde man jede Radiofrequenz auf unserem Planeten hören, wäre ein Leben wie wir es kennen undenkbar. Der menschliche Hörbereich bewegt sich im Optimalfall zwischen 20 und 20000 Hz, was in keinem Vergleich steht zur hochfrequenten Ultrakurzwelle. Eine noch genauere Beschreibung liefert Ihnen dieses Bild, indem der Frequenzbereich bis zu 1023 Hz abgebildet und eingeteilt wird.

Der Empfänger

Der Begriff Radio (lateinisch radius ‚Strahl‘) ist die Abkürzung für Radio- oder Rundfunkempfangsgerät und ist wohl fester Bestandteil 99,9 % aller Haushalte. Er gehört sozusagen zur Grundausstattung. Seine Hauptaufgabe besteht darin, die Audiosignale von der Trägerfrequenz zu lösen und in Schallwellen umzuwandeln. Diese werden dann aus der oft schon eingebauten Lautsprechermembran auf die, im Vergleich zur Strecke Sendeanlage-Radioempfänger, kurze Strecke in unser Ohr geschickt. Zudem können neuere Radio-Empfänger auch sogenannte RDS-Daten verarbeiten, die z. B. Informationen über den Sendernamen tragen, der dann im Display des Radios erscheint.

Das Gebiet des Radio-Empfängers und die Historie dahinter sind sehr umfangreich, weshalb ich einen zusätzlichen Blog-Eintrag über eben jenes Thema veröffentlichen werde.

Zum Abschluss  noch etwas Kleines zum Schmunzeln. Die Sendung mit der Maus hat sich unserem heutigen Blog-Thema auch schon einmal angenommen.

Professionelle Radiowerbung von der P&P Studios Audio-Agentur in Regensburg

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Autor: P&P Marketing-Assistenz

Die PraktikantInnen der P&P Studios Audio-Agentur unterstützen unser Unternehmen tatkräftig – nicht nur in den Bereichen der Blog-Redaktion und im Social-Media-Marketing, sondern auch beim Spotversand und der Kommunikation mit den Kunden und Sendern. Hier auf dem P&P-Blog berichten sie über neue Entdeckungen aus der Audio- und Radiowelt.

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