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Was ist eigentlich ein Soundalike?

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„Ist das nicht? Nein, das hört sich doch total anders an. Oder?“
Wer sich diese Frage schon einmal beim Hören eines Radiospots gestellt hat, ist vermutlich auf ein Soundalike hereingefallen. Aber warum hört sich das genauso an wie ein bekannter Song? Und für was werden diese „Kopien“ genutzt?

Was ist denn ein Soundalike

Es steckt schon im Namen: Ein Soundalike soll wie etwas anderes klingen. In diesem Fall natürlich ein bekannter Song. Aber aufpassen, denn es soll ja nur so klingen, den Song selbst aber nicht kopieren. Schließlich wäre das eine Urheberrechtsverletzung und genau die soll umgangen werden.

Man versucht also, den Song seiner Wahl für die Werbung so umzuschreiben und neu aufzunehmen, dass man beim Hören an das Original erinnert wird, es jedoch nicht das Original ist. Man fragt sich nun natürlich, wieso man nicht einfach den ursprünglichen Song für die Werbung verwenden könne, doch dafür gibt es einige Gründe.

Und wieso kein Original?

Werbung will verkaufen, muss aber zuerst verkauft werden. Die Kosten für eine solche Kampagne können oftmals sehr teuer werden. Viele Produzenten finden deshalb einen Ort zum Sparen: Die Melodie.

Denn wer originale will zahlt drauf! Rund 10-20% des gesamten Budgets könnten für die Urheberrechte an diversen Titeln draufgehen. Man sucht sich deswegen einen Track, der fast genauso klingt, wie der den man haben will. Nur ohne die Hohen Lizenzgebühren.

Dass ein solches Vorgehen Probleme bereiten kann, sieht man an unzähligen Beispielen. Die Devise lautet nämlich wie folgt: Das Soundalike soll an das Original erinnern, er soll es jedoch nicht plump kopieren. Das wirkt zum einen faul, verletzt das geistige Eigentum des ursprünglichen Künstlers und kann schlussendlich auch juristische Folgen haben.

Doch wenn das Soundalike richtig gemacht wurde, dann hat es einen ganz besonderen Effekt. Da läuft dann der Werbespot und plötzlich hat man einen Ohrwurm in seinem Kopf. Natürlich nicht vom Soundalike, sondern vom Original. Denn sind wir mal ehrlich, manche Songs sind einfach „catchy“. Und genau das machen sich die Werber in diesen Fall zu Nutze.

Man kennt sie, man mag sie, aber das Original wäre einfach viel zu teuer. Natürlich will man die Musik verwenden, die so perfekt auf den Spot passt.Doch solche Soundalikes werden nicht immer verwendet. Das ist aber auch gut so!

Verwendung

Es ist ein zweischneidiges Schwert. Zum einen möchte man als Werbetreibender doch originalen Content benutzen, zum anderen ist es jedoch manchmal unumgänglich bestimmte Musiken zu benutzen.

Der Spot dreht sich um Agenten? Da wäre doch das James Bond Theme perfekt. Oder doch Mission Impossible? Leider beides zu teuer. Doch der Hörer würde bei einem anderen Musikstück nicht die Assoziation „Agent“ bekommen. Also muss dann doch wieder mit einem Soundalike gearbeitet werden.

Das ist dann aber nicht schlimm, schließlich echauffiert sich niemand bei solch großen und bekannten Stücken. Anders ist es jedoch, wenn gerade kleinere Künstler von großen Werbeunternehmen „kopiert“ werden, wie es vor vier Jahren bei der Band Bilderbuch passiert ist.

Wer sich die Werbung von Peugeot anhört und die Melodie darin mit dem Song „Maschin“ von Bilderbuch vergleich, wird merken: Das handelt sich nicht mehr um ein Soundalike, es ist eine blanke Kopie. Bis zum letzten „Yeah!“ erinnert die Werbung fast zu sehr an den Track der Österreicher Band. Und das schlimme: Es kam nie zu einer Entschädigung.

Das eine solche Produktion dann nicht billig klingen darf ist logisch und zeigt sich vor Allem an der Anzahl an Berufsmusikern, die solche Tracks einspielen. Lou Reed begann seine Karriere beispielsweise mit dem Einspielen solcher Soundalikes.

Wenn ein Spot das nächste Mal also das Gefühl eines Déja-Vus auslöst und man sich den ganzen Tag fragt: „Was macht denn dieser Ohrwurm in meinem Kopf?“. Dann kann man sich bewusst machen: Die Werbung hat zumindest zu einem gewissen Teil ihre Funktion erfüllt.

Professionelle Audio-Produkte von der P&P Studios Audio-Agentur in Regensburg

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Autor: P&P Marketing-Assistenz

Die PraktikantInnen der P&P Studios Audio-Agentur unterstützen unser Unternehmen tatkräftig – nicht nur in den Bereichen der Blog-Redaktion und im Social-Media-Marketing, sondern auch beim Spotversand und der Kommunikation mit den Kunden und Sendern. Hier auf dem P&P-Blog berichten sie über neue Entdeckungen aus der Audio- und Radiowelt.

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