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Diese Schauspieler haben dieselbe Synchronstimme

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Diese Schauspieler haben dieselbe SynchronstimmeWir Deutschen haben einen Luxus, der uns leider kaum bewusst ist: Synchronstimmen. Wo es in anderen Ländern schon ein Segen ist, wenn alle Figuren nicht von einer, sondern von zwei Personen synchronisiert werden, ist Deutschland Marktführer im Segment der Synchronisationen.

Synchro-Deutschland: Was bedeutet Synchronisation für die Filmbranche

Doch auch schlechte Synchronisation ist manchmal Luxus. Richtet man sein Ohr auf die skandinavischen Länder, hört man vor allem eines: Englisch. Da sich nämlich für kleinere Länder mit einer niedrigen Einwohnerzahl die Kosten für eine professionelle Produktion nicht lohnen, wird auf den Originalton für ausländische Produktionen gesetzt. Natürlich aber mit Untertitel in der jeweiligen Landessprache.

Nun hört sich das für die verwöhnten deutschsprachigen Regionen natürlich wie ein Armutszeugnis an, doch dieses Vorgehen bringt einen entscheidenden Vorteil: Durch den Kontakt mit der englischen Sprache von klein auf, wird in diesen Ländern ein viel besseres Englisch gesprochen als bei uns.

Doch auch die jetzt so florierende deutsche Synchronbranche musste einst schlechten Zeiten entgegensehen. Als in den 1990er Jahren das Privatfernsehen in Deutschland aufkam und damit die Lizenzkosten für ausländische Produktionen stiegen, wollte man vermehrt auf inländische Produktionen setzen, um dem hohen Kostenfaktor zu umgehen.

Doch seit dem Aufkommen diverser Streamingdienste wie Netflix oder Amazon Prime erlebt die Branche eine Art zweiten Frühling. Schließlich fungieren diese nun als die neuen Hauptauftraggeber für Synchronstudios. Das lineare Fernsehen muss sich somit auf der Ersatzbank vergnügen.

Doch als Synchronsprecher wird man leider trotz der hohen Auftragslage kein Millionär. Bezahlt wird nach Takes, also der Anzahl der aufzunehmenden Sätze. Bei TV-Produktion gibt es ca. 3,50€ pro Take, bei Kinofilmen etwa 4,10€ zu der Grundgage von 70€ bzw. 80€ hinzu. So braucht man sich nicht wundern, wenn viele Synchronsprecher gleich mehreren Figuren ihre Stimme leihen.

Zum Verwechseln ähnlich:

Nun ist es jedoch so: Verglichen mit der riesigen englischsprachigen Filmbranche, besitzt Deutschland nicht einmal Ansatzweise genug professionelle Synchronsprecher, um jedem Star eine Stimme zu geben.

Die Lösung ist einfach, verwirrt jedoch auch oft: Ein deutscher Sprecher wird Stamm-Synchronisator mehrerer englischsprachigen Schauspieler. Doch auch diese Stamm-Sprecher müssen manchmal variieren, ansonsten passiert so etwas wie in „The Expandables“. Synchronsprecher Thomas Danneberg spricht Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger. Im gleichen Film. Und muss dabei bei Dialogen beider Schauspieler somit ein sehr dramatisches Selbstgespräch führen. Dannebergs Stimme kann man übrigens auch in deutschen Versionen von Filmen mit Dan Akroyd und John Travolta hören.

Ein alter Hase ist Christian Brückner. Seit nunmehr 40 Jahren spricht er Robert DeNiro. Doch auch Martin Sheen, Peter Fonda und Harvey Keitel gehören in sein Repertoire.

Es gibt so einige Synchronsprecher, die kennt man einfach. Unter anderem David Nathan, der seine markante Stimme an Johnny Depp und Christian Bale leiht. Das aber Schauspieler wie George Clooney und John C. Reilly sich eine Stimme teilen, wird einem aber beim ersten Zuhören nicht bewusst.

Genauso verwundernd dürfte man sein, wenn man realisiert, dass Jennifer Aniston und Kate Winslet gleich klingen. Ulrike Stürzbecher ist nämlich für die perfekten Deutschkenntnisse der Schauspielerinnen verantwortlich.

Manfred Lehmann, ein nicht ganz unbekanntes Gesicht in den P&P Studios, leiht nicht nur Bruce Willis seine Stimme, sondern unter anderem auch Gerard Depardieu, Kurt Russel und Dolph Lundgren.

Die Stimme einer Vielzahl von weiblichen Schauspielerinnen kommt im Deutschen von Dascha Lehmann: Sie spricht unter anderem Keira Knightley, Alyssa Milano, Katie Holmes und Jennifer Love Hewitt.

Doch auch Benjamin Völz braucht sich mit seinen A-Listern nicht zu verstecken. Denn Keanu Reeves, David Duchovny, Charly Sheen und Matthew McConaughy haben eines gemeinsam: Ihre deutsche Stimme.

Das Erstaunlichste an der Synchronisation ist jedoch das: Oftmals merkt man nicht einmal, dass es sich um dieselbe Stimme handelt. Und wenn doch, kann man froh sein, dass wir mit dieser großen Branche in Deutschland gesegnet sind. Man nehme sich nur als Beispiel diese Szene aus der polnischen Synchronisation von „Notting Hill“.

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Autor: P&P Marketing-Assistenz

Die PraktikantInnen der P&P Studios Audio-Agentur unterstützen unser Unternehmen tatkräftig – nicht nur in den Bereichen der Blog-Redaktion und im Social-Media-Marketing, sondern auch beim Spotversand und der Kommunikation mit den Kunden und Sendern. Hier auf dem P&P-Blog berichten sie über neue Entdeckungen aus der Audio- und Radiowelt.

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