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Interview mit Tonmeister Al: Entstehung von Radiospots aus der Sicht eines Tonmeisters

Interview mit Tonmeister Al: Entstehung von Radiospots aus der Sicht eines TonmeistersBernhard Kreuzer, oder auch „Al“ genannt, ist seit 1991 bei den P&P-Studios als Tonmeister und Sounddesigner dabei. Der „Altmeister“ lebt für seinen Beruf und erzählt in diesem Artikel über seine Arbeit, wie er dazu kam und was ihm am meisten Spaß dabei macht.

Moritz: Hast du ein bestimmtes Ritual, bevor du ins Studio gehst?   

 Al: Kaffee holen….aber Spaß beiseite alles ganz normal. Der Rechner wird gestartet und die DAW, in unserem Falle ist es Pro Tools. Plus die nötigen Programme für den Kontakt zu unserem Server. Wenn eine Aufnahme per Internet (Session Link Pro) ansteht, öffne ich den Internetbrowser Chrome, ebenso werden der Monitorcontroller und die Lautsprecher eingeschaltet.

Moritz: Wie fängst du an, wenn du einen neuen Spot hast?                                                                                                    

Al: Da wir in der Produktion sind, bekommen wir das fertige Spotkonzept in Form eines Dokuments, auf dem man sieht, was passieren soll. Meist ist das Sprache zzgl. Musik, FX oder Geräusche.Dann stellt sich die Frage: Sollen wir die Sprache mit dem Sprecher/In am selben Tag aufnehmen, oder wird die Sprache angeliefert, d.h. der Sprecher/In bekommt den Text und macht die Aufnahme im eigenen Studio und schickt uns das File dann zu.Wird aufgenommen, kommt der jeweilige Produzent zur Aufnahme ins Studio und führt Regie.

 Moritz: Wie gehst du weiter vor?                                                                                                                                          

Al: Nach der Sprachaufnahme werden dann die Takes zusammen geschnitten, Störgeräusche rausgefiltert die Archivmusik gewählt, Geräusche gesucht (aus unserer Datenbank), oder auch manchmal Geräusche selbst erzeugt und aufgenommen.Der Mix geht zügig. Die Sprache, Musik, Geräusche bzw. alle vorhanden Elemente werden im richtigen Verhältnis abgemischt. Nach der Abnahme durch den jeweiligen Produzenten im Haus, also vorspielen und evtl. noch was ändern, erfolgt der sogenannte Bounce (Exportieren ins jeweilige Format).Anschließend wird in unserer Software ELW alles eingetragen, was zum Spot gehört, der wandert auf unseren Server und wird dann per Mail verschickt.

Moritz: Bildest du dich regelmäßig auf Fachseiten weiter bzw. schaust du dir von Kollegen Videos an, um auch neue Dinge auszuprobieren?

Al: Machen die Tonmeister von sich aus. Übers Internet informiert man sich über die neuen Technologien, etwa Plug-Ins, DAWs etc. Ich war auch schon in der Postproduktion, d.h. Fernsehton. Prinzipiell ein ähnlicher Workflow, wobei da natürlich andere Aufgaben hinzukommen, was man da lernt kann man dann auch gut in der Spotproduktion einsetzen.

Moritz: Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen, um diesen Job ausüben zu können?

Al: Da wir nicht mehr im analogen sondern im digitalen Zeitalter leben, sollte man Interesse und Fähigkeiten im Bereich Computertechnologie mitbringen. Da ein Tonmeister ja meistens alleine am Rechner sitzt muss er in der Lage sein, auftretende Probleme selbst zu lösen, er ist praktisch sein eigener „Systemadministrator“.Ein „Satz guter Ohren“ wird gebraucht, wir bearbeiten ja Audio. Musikalische Grundkenntnisse sollten vorhanden sein, für das Bearbeiten von Musiktiteln, für das Komponieren von Jingles und beim Aufnehmen von Bands, Chören Orchester etc. – und da wir viel mit Text zu tun haben, sollte man sich gut mit Sprache auskennen.Mit Stress gut umgehen zu können hilft enorm, wie überall in der Werbung geht’s schon oft mal hoch her!

Moritz: Wo hast du vorher deine Erfahrungen gesammelt?

Al: Ich hab angefangen Musik zu machen und aufzunehmen zu Zeiten der ersten kleineren einfachen analogen Mehrspurgeräte. Dann Arbeit in verschieden Studios mit den großen analogen Maschinen und Pulten bis hin zur jetzigen Computertechnologie. Schon interessant womit da über die Jahre gearbeitet wurde.

Moritz: Was hast du vorher gemacht bzw. wie bist du in den Beruf reingerutscht?

Al: Wie schon gesagt bin und war ich ja immer schon Musiker und hab mit dem Aufnehmen früh angefangen. Als ich dann in den früheren Geschäftsräumen der P&P Studios einen Raum zum Proben und aufnehmen mietete, kam der Kontakt zum damaligen Chef zustande. Ziemlich bald war mein Interesse an der Produktion geweckt und ich fing als Newbie bei den P&P Studios an, und bin dabei geblieben

Moritz: Könntest du jemals etwas anderes machen?

Al: Ich mache immer wieder etwas anderes (lacht). Fast alle Tonmeister im Studio sind Musiker, Produzent, Komponist, „Problemlöser“ in einer Person. Dadurch ist der Job recht breit angelegt.

Moritz: Was macht dir am meisten Spaß beim Erstellen von Spots?

Al: Am meisten Spaß macht es, wenn wir, wie es so schön heißt, einen Sound designen. Das heißt dann aus Musik, Geräuschen, der Sprache und allem was man braucht eine Szene zu erstellen.Vor allem wenn man die Möglichkeit hat den/die Sprecher/In eine Rolle spielen zu lassen. Wenn man die „von der Leine“ lässt können die richtig zeigen, was sie können und so ein Spot wirkt einfach richtig gut.

 

Professionelle Audio-Produkte von der P&P Studios Audio-Agentur in Regensburg

 

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Autor: P&P Marketing-Assistenz

Die PraktikantInnen der P&P Studios Audio-Agentur unterstützen unser Unternehmen tatkräftig – nicht nur in den Bereichen der Blog-Redaktion und im Social-Media-Marketing, sondern auch beim Spotversand und der Kommunikation mit den Kunden und Sendern. Hier auf dem P&P-Blog berichten sie über neue Entdeckungen aus der Audio- und Radiowelt.

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