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Warum mögen wir die Musik, die wir mögen?

Warum mögen wir die Musik, die wir mögen?Jeder Mensch mag Musik, manche verleihen ihr einen geringen Stellenwert, manche einen höheren. Manche mögen Rock, andere Blues. Jedoch verbindet alle Menschen die Tatsache, dass sie sich einfach zu Musik hingezogen fühlen. Ich werde heute versuchen die tiefgründige Frage „warum mögen wir die Musik, die wir mögen?“ in ihrem Ursprung zu entschlüsseln.

 

 

 

Wissenschaftlicher Standpunkt

 

Was meint die Wissenschaft zu dieser Fragestellung? Leider ist die  Gehirnforschung noch bei Weitem nicht auf einem erkenntnisreichen Stand. Somit können die Wissenschaftler auch hierzu keine eindeutige Antwort liefern. Jedoch gibt es einige interessante Studien, welche Rückschlüsse ermöglichen.

 

Experimente bestätigen die Musikaffinität

 

Zunächst wurden Probanden Lieblingslieder vorgespielt und gleichzeitig ihre körperlichen Funktionen gemessen. Das Ergebnis ist zwar weniger überraschend aber bestätigt unser subjektives Empfinden auch von wissenschaftlicher Seite:

Beim Hören dieser Lieder sind unsere Herzfrequenz und Atmung eindeutig akzeleriert und das Gerhinareal, welches für positive Gefühle verantwortlich ist, aktiviert.

 

Biologischer Nutzen von Musik unklar

 

Doch warum reagiert der Körper der Art auf Musik? Evolutorisch gesehen ist Musik weder für das biologische Überleben noch für die Fortpflanzung wichtig. Durch weitere Experimente lässt sich feststellen, dass der Nucleus accumbens, der belohnungsstimulierende Bereich des Gehirns, beim Hören der Lieblingslieder aktiv ist.

 

Normalerweise ist dieser bei eben angesprochenen evolutorisch sinnvollen Prozessen, wie Essen und Sex, aktiv. Somit ist klar, dass Musik zwar nicht biologisch relevant ist, aber dennoch das Gehirn auf diese Weise zu stimulieren vermag. Nun bleibt aber immer noch die Frage nach dem „Warum“ unbeantwortet. Die Antwort darauf kann jedoch zur heutigen Zeit noch nicht auf medizinischem Wege gefunden werden.

 

 

Psychologie

 

Diese Frage könnte jedoch auf psychologischer Ebene beantwortet werden.

Es ist zwar extrem schwer den Ursprung einer Auswirkung korrekt auf einige wenige Faktoren zu reduzieren. Menschen sind komplexe Individuen, deren konkrete psychische Konstitution auf Milliarden von Faktoren zurück zu führen ist.

 

Jedoch gibt es einige wenige Schlüssel- Faktoren, welche das Verhalten von Menschen, in einem empirischen Rahmen, zuverlässig beschreiben können.

Meine Kerntheorie hier, bezogen auf unsere Fragestellung, stützt sich auf die Annahme, dass fast alle Menschen, alle Musikgenres potentiell genießen könnten, sofern sie sich auf den emotionalen Stimulus, welcher vom Gehirn songspezifisch getriggert wird, einlassen wollen.

Doch weshalb haben Menschen nur eine tendenzielle Neigung zu einem bestimmten Genre?

 

Der Ursprung des Musikgeschmacks

 

Der Ursprung aller Faktoren, welche diese Tendenz entstehen lassen, ist einerseits die DNA bestimmte Beschaffenheit unseres Gehirns, sowie die umweltbedingten Einflüsse, welche vor allem in unserer Kindheit prägende Wirkung zeigen.

 

Im Folgenden wird nun die Entstehung bestimmter Tendenzen analysiert. Dabei ist es wichtig, im Hinterkopf zu behalten, dass es sich dabei um psychologische Analytik handelt. Auf den Einzelnen, sind diese Theorien nicht immer anwendbar. Es wird lediglich die empirische Korrelation, zwischen bestehender Neigung und einigen dominant ursächlichen Faktoren, in der Grundgesamtheit bestimmt.

Gleicher Ursprung

 

Hier haben alle Schlüsselfaktoren eine Gemeinsamkeit: Es besteht immer eine Verbindung zwischen wahrgenommener Musik und der eigenen Identität, in allen möglichen Facetten. Teilweise reicht es aus, einen bestimmten Song mit einer prägenden Situation zu verbinden, um eine musikalische Zuneigung zu erzeugen.

 

Zunächst sind Menschen habituative Geschöpfe und sind deshalb an verschiedene Eindrücke gewöhnt, was eine stabilisierende Wirkung auf die eigene Psyche ausübt. Dadurch können Gefühle wie Nostalgie entstehen. Bezogen auf unseren Musikgeschmack: Uns gefallen häufiger Lieder, welche wir bereits im Kindesalter gehört haben.

 

Tiefenpsychologischer Ansatz

 

Um noch einen Stufe tiefer zu gehen, muss ich jetzt auf tiefenpsychologischer Ebene argumentieren.

Ich werde mich nun auf die antagonistischen Tendenzen von harmonischem und aggressiv, expressivem Musikgeschmack begrenzen.

Diesbezüglich werde ich die Schlüsselfaktoren benennen, die maßgeblich für die Entstehung der jeweiligen Tendenz verantwortlich sein könnten.

 

Die Harmonie

 

Der Ursprung von starkem Drang nach Harmonie sind oft einstige Ängste der Ablehnung von Bezugspersonen, meist der eigenen Eltern. Prägende Situationen verankern den innigen Wunsch nach Harmonie in der Psyche.

 

Somit könnten Personen, die sich in der Vergangenheit Konflikten dieser Art ausgesetzt sahen oder generell Personen, denen ein harmonisches Miteinander besonders wohltut, das Verlangen des Einklangs im gleichartig musikalischen Ausdruck zu finden versuchen.

 

Frauen sind laut Persönlichkeitsforschung im Schnitt weniger konfrontativ als Männer und sind eher dazu bereit einen gemeinsamen Konsens zu finden. Frauen begrüßen und wünschen sich also harmonische Zustände tendenziell etwas häufiger als das andere Geschlecht. Somit sagt auch Frauen eher der harmonische Musikstil zu.

 

Das Chaos

 

Der Ursprung vom Drang nach Chaos und scheinbaren Antisozialität in musikalischer Form, ist an Hand unserer eigenen Gesellschaft beispielhaft ergründbar. Vor allem bei uns wird man bereits im Kindesalter strengen Regeln unterworfen.

 

Umso freiheitsberaubender diese Regeln für das Kind wirken, umso abwehrender reagiert die eigene Psyche. Der Mensch ist ein nach Freiheit strebendes Geschöpf, weshalb tiefgreifend psychologische Resistenzen gegenüber diesem wahrgenommenen Missstand der eigenen Freiheitseinschränkung entstehen.

 

Diese Resistenzen sind unterbewusst verankert und meist noch im Erwachsenenalter omnipräsent, während der Hingabe der emotionalen Rock- und Metal-Musik werden die  Resistenzbarrieren, für den Moment durchbrochen. Alle sozialen Raster, in die man sich ein zu fügen gelernt hat, werden durch den hemmungslosen Ausdruck eben dieser Musik überwunden.

 

Schlussfolgerung

 

Beide Musikgeschmäcker sind meist in jeder Person unterbewusst vorhanden. Jede Person hatte schon mal ähnlich artige Konflikte, welche sich mehr oder weniger tiefgreifend manifestiert haben. Jeder könnte sich genauso dem Musikgenre der anderen Gefühlslage hingeben, schließt dies zutun aber oft kategorisch aus.

 

 

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Autor: P&P Marketing-Assistenz

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