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„Frei sein und nicht allein“ – Regensburger Solidaritätsprojekt für Künstler

„Frei sein und nicht allein“ – Regensburger Solidaritaetsprojekt fuer KuenstlerVeranstaltungen, Konzerte, Theater – alles kulturelle steht seit einiger Zeit still. Welche Berufsgruppen sind davon am härtesten getroffen? Das Theater Regensburg, die Stadt Regensburg und die Mittelbayerische Zeitung unterstützen mit der gemeinsamen Aktion „Frei sein und nicht allein“ KünstlerInnen aus Stadt und Landkreis. In einem Videobeitrag präsentieren sich seit dem 5. Mai täglich Kunstschaffende – mit dabei: Unser Tonmeister Al Kreuzer.

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Über Systemrelevanz

Das Jahr 2020 ist ein kriesenegebeuteltes. Da ergeben sich schon vorab diverse Ideen für die möglichen Nominierungen zum Unwort des Jahres. Unser Favorit: Systemrelevant. Ein wichtiger Begriff der Corona-Krise, denn nur systemrelevante Berufe und öffentliche Einrichtungen waren von vorübergehenden Schließungen nicht betroffen.

Klar, wenn man sich mit ausreichend Nudeln und Klopapier versorgt hat, kann man auf das Leben da draußen ja mal eine Zeit lang verzichten, oder? In der Rückschau kommen vielen von uns schon diese paar Wochen der starken Einschränkungen sehr lang vor.

Noch viel länger aber wirkt diese Zeit, wenn man seinem Beruf nicht nachgehen kann, und das auch noch auf unbestimmte Zeit so weitergehen wird: Was macht man als KünstlerIn, MusikerIn, SängerIn oder in all den anderen Berufen, die auf Engagements angewiesen sind und die ohne Veranstaltungen gerade nicht ausgeübt werden können?

Sichtbarkeit durch Solidaritätsprojekt

In Regensburg und im Umland gibt es sie zu Hauf: Kunstschaffende, MusikerInnen, SchauspielerInnen, ArtistInnen – all diese kreativen Menschen, die unsere Leben bereichern und von denen wir zur Zeit so wenig sehen dürfen.

Das Projekt „Frei sein und nicht allein“ verschafft ihnen Sichtbarkeit auf einer digitale Bühne, auf der mittlerweile eine große Zahl ganz individueller Beiträge zu sehen ist: Mal aufgeweckt, witzig, laut – aber auch einfühlsam, leise und nachdenklich.

Videobeitrag von P&P-Tonmeister Al Kreuzer

Auch unser Tonmeister Bernhard aka Al Kreuzer hat einen Videobeitrag eingereicht, der es unter die 80 ausgewählten Filme geschafft hat, die in der Zeit vom 5. Mai bis 5. Juli 2020 gezeigt werden.

Natürlich haben wir ihm hierzu ein paar Fragen gestellt:

Lisa: Wie hast Du von dem Projekt erfahren und warum hast Du mitgemacht?

Al: Die ganze Geschichte wurde ja im Internet auf der Regensburg-Seite gepostet, die Stadt hat da eben eine Art Hilfsprogramm gestartet. Und in dieser Zeit informiert man sich regelmäßig über Aktionen, Hilfen etc. Da war’s dann klar: Mitmachen!

Lisa: Wie bist Du auf die Idee zum Video-Konzept gekommen?

Al: Ging eigentlich recht flott, das Thema war für mich ja: „Was macht ein Musiker, Künstler an so einem Tag in der Corona-Krise“, umgesetzt als kurzes unterhaltendes Video. Und so hab ich mir dann ein „Drehbuch“ überlegt, aufgeschrieben und dann gefilmt. Den Ton dazu hab ich dann danach aufgenommen und eingebaut.

Lisa: Dialekt, Hochdeutsch, Comedy-Moderator – in welcher „Stimme“ fühlst Du dich am wohlsten?

Al: Im Dialekt fühlt man sich natürlich immer wohl, bei Hochdeutsch hört man dann schon den Akzent, müßte man halt üben. 🙂 Im Comedyfach kann man einfach vom Leder ziehn, macht echt Spaß. Da hat alles seinen eigenen Reiz.

Lisa: Wie siehst Du die Entwicklung der kommenden Monate auf Veranstaltungen und Co. und was würdest Du die hierfür wünschen?

Al: Wie die meisten Menschen in diesen Tagen wünsche ich mir natürlich eine baldige Rückkehr zur Normalität, was aber noch einige Zeit dauern wird. Leider sind Veranstaltungen bei denen wir Musiker auftreten noch blockiert und es wird wohl noch länger dauern bis etwa Auftritte in Zelten, bei Stadtfesten mit vielen Menschen wieder stattfinden können, ähnlich wie bei Theater, Kabarett etc. Vielleicht kommen aber bald die kleineren Feste, Partys mit weniger Gästen zurück. Wie es im Video am Schluß auch heißt : „Dranbleiben“, und vielleicht auch mal ein bisschen umorientieren.

Die gesammelten Videobeiträge finden Sie auf YouTube.

„Wer braucht schon Kunst?“

Wir finden: Jeder, wir alle, unbedingt! Wie sich das Wirken und Arbeiten von allen betroffenen KünstlerInnen und MusikerInnen in dieser Zeit entwickelt und wie sich die Kulturlandschaft hierdurch verändert, bleibt noch abzusehen.

Vielleicht kennen Sie die Kindergeschichte von „Frederick“ (der Feldmaus) – eine abgewandelte Version der Fabel von der Grille und der Ameise. Wenn nicht, lohnt es sich gerade jetzt, sie nochmal nachzulesen. Und über den Begriff „Systemrelevanz“ nachzudenken – denn eine Gesellschaft ist auf Dauer an sich nicht relevant ohne Kunst und Kultur.

Professionelle Audio-Produkte von der P&P Studios Audio-Agentur in Regensburg

Autor: Lisa Emmerich

Seit Oktober 2016 unterstütze ich das Team der P&P Studios Audio-Agentur in Regensburg als Produzentin im Bereich Radiowerbung, Sounddesign und Audiomarketing. Auf dem Blog der P&P Studios berichte ich über meine persönlichen Erfahrungen in der Audio-Welt und präsentiere neue Entdeckungen.

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